Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Alexander Lutsyuk – Arnika Plau, Dr. Alban Str. 24, 19395 Plau am See (nachfolgend „Dienstleister“)

§ 1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen dem Dienstleister und dem Kunden über IT-Sicherheitsdienstleistungen, insbesondere forensische Diagnosen, die Bereinigung kompromittierter Websites (z. B. Entfernung von SEO-Spam, Malware und Backdoors), Website-Härtung sowie Monitoring- und Schutzleistungen.

(2) Kunden im Sinne dieser AGB sind sowohl Verbraucher (§ 13 BGB) als auch Unternehmer (§ 14 BGB). Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Allgemeine Geschäftsbedingungen des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Dienstleister ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.

§ 2 Vertragsschluss

(1) Die Darstellung der Leistungen und Pakete auf der Website des Dienstleisters stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe eines Angebots durch den Kunden.

(2) Der Vertrag kommt durch die Annahme des Kundenauftrags durch den Dienstleister zustande, in der Regel durch Auftragsbestätigung per E-Mail oder durch Beginn der Leistungserbringung.

(3) Mit „ab“-Preisen gekennzeichnete Pakete verstehen sich als Richtpreise. Der endgültige Preis wird vor Vertragsschluss auf Grundlage der forensischen Diagnose bzw. eines Audits individuell als Festpreis vereinbart.

§ 3 Leistungsumfang

(1) Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus der Auftragsbestätigung in Verbindung mit der jeweiligen Paketbeschreibung.

(2) Forensische Diagnose: Tiefenanalyse der Website, Erstellung eines Evidenzberichts sowie eines Eindämmungsplans. Die Vergütung der Diagnose wird bei anschließender Beauftragung einer Bereinigung vollständig auf den Bereinigungspreis angerechnet.

(3) Bereinigung: Je nach Paket u. a. Entfernung von Schadsoftware und Backdoors, Bereinigung von Spam-URLs und Datenbank-Spam, Identifikation und Schließung des Einstiegsvektors, Reparatur der Sitemap, Basis-Härtung sowie Erstellung eines Prüfberichts. Die Bereinigung erfolgt generatorbasiert; die Anzahl indexierter Spam-URLs ist kein Preismultiplikator.

(4) Monitoring: Je nach gewähltem Plan u. a. tägliche Scans (Malware, Blacklist, Uptime, Spam-Muster), Alerts, Sicherheits-Updates, manuelle Reviews, Reports sowie WAF- und Log-Reviews.

(5) Der Dienstleister weist ausdrücklich darauf hin:

a) Ein dauerhafter, absoluter Schutz vor künftigen Angriffen kann trotz Härtung und Monitoring nicht garantiert werden.

b) Die Entfernung von Spam-URLs aus dem Index von Suchmaschinen (z. B. Google) sowie die Wiederherstellung von Rankings liegen außerhalb des Einflussbereichs des Dienstleisters. Suchmaschinen benötigen nach der Bereinigung eigene Zeit für das Neu-Crawling und die De-Indexierung.

c) Die Entfernung von Blacklist-Einträgen Dritter wird beantragt; die Entscheidung hierüber liegt beim jeweiligen Betreiber der Blacklist.

(6) Leistungsänderungen und -erweiterungen bedürfen einer gesonderten Vereinbarung in Textform.

§ 4 Mitwirkungspflichten des Kunden

(1) Der Kunde stellt dem Dienstleister rechtzeitig alle für die Leistungserbringung erforderlichen Zugänge und Informationen zur Verfügung, insbesondere Hosting-/Server-Zugänge (FTP/SSH), CMS-Administratorzugänge sowie – soweit erforderlich – Zugang zur Google Search Console.

(2) Der Kunde versichert, Inhaber der betreffenden Domain/Website zu sein oder zur Beauftragung der Leistungen berechtigt zu sein.

(3) Der Kunde ist für die regelmäßige Sicherung seiner Daten selbst verantwortlich. Der Dienstleister erstellt vor Eingriffen nach Möglichkeit eine Sicherungskopie, soweit dies technisch zumutbar ist; eine Garantie für die Vollständigkeit dieser Sicherung wird nicht übernommen.

(4) Kommt der Kunde seinen Mitwirkungspflichten nicht oder verzögert nach, verlängern sich vereinbarte Leistungsfristen angemessen. Mehraufwand, der durch fehlende oder unvollständige Mitwirkung entsteht, kann nach vorheriger Ankündigung gesondert berechnet werden.

§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen

(1) Alle Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer (derzeit 19 %).

(2) Soweit nicht abweichend vereinbart, erfolgt die Zahlung grundsätzlich im Voraus (Vorkasse):

a) Forensische Diagnose: zahlbar bei Beauftragung. Die Leistungserbringung beginnt nach Zahlungseingang;

b) Bereinigung: zahlbar bei Auftragserteilung. Die Leistungserbringung beginnt nach Zahlungseingang;

c) Monitoring: monatlich im Voraus zahlbar, erstmals mit Vertragsschluss.

(3) Befindet sich der Kunde im Zahlungsverzug, gelten die gesetzlichen Regelungen. Gegenüber Unternehmern beträgt der Verzugszinssatz neun Prozentpunkte über dem Basiszinssatz, gegenüber Verbrauchern fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz.

(4) Der Kunde ist zur Aufrechnung nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen berechtigt. Ein Zurückbehaltungsrecht kann der Kunde nur wegen Gegenansprüchen aus demselben Vertragsverhältnis geltend machen.

§ 6 Laufzeit und Kündigung (Monitoring)

(1) Monitoring-Verträge werden auf unbestimmte Zeit geschlossen und können von beiden Seiten mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende eines Kalendermonats in Textform (z. B. per E-Mail) gekündigt werden.

(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

(3) Im Plan „Pro“ ist eine erneute Bereinigung (Re-Infektion) pro Vertragsjahr ohne zusätzliche Kosten eingeschlossen. Voraussetzung ist, dass die Re-Infektion nicht auf vorsätzliches oder grob fahrlässiges Verhalten des Kunden zurückzuführen ist (z. B. Deaktivierung vereinbarter Schutzmaßnahmen, Weitergabe von Zugangsdaten an Dritte).

(4) Bereits gezahlte Entgelte für laufende Abrechnungszeiträume werden bei ordentlicher Kündigung nicht anteilig erstattet, sofern nicht gesetzlich zwingend etwas anderes gilt.

§ 7 Widerrufsrecht für Verbraucher

Widerrufsbelehrung

Widerrufsrecht

Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns (Alexander Lutsyuk – Arnika Plau, Dr. Alban Str. 24, 19395 Plau am See, E-Mail: info@arnika-web.com, Telefon: +49 179 3949637) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster-Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist.

Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung über die Ausübung des Widerrufsrechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir Ihnen alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag zurückzuzahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf dieses Vertrags bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel, das Sie bei der ursprünglichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; in keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistungen während der Widerrufsfrist beginnen sollen, so haben Sie uns einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufsrechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.

Vorzeitiges Erlöschen des Widerrufsrechts

Das Widerrufsrecht erlischt bei einem Vertrag zur Erbringung von Dienstleistungen vorzeitig, wenn der Dienstleister die Dienstleistung vollständig erbracht hat und mit der Ausführung der Dienstleistung erst begonnen hat, nachdem der Verbraucher dazu seine ausdrückliche Zustimmung gegeben hat und gleichzeitig seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht bei vollständiger Vertragserfüllung durch den Dienstleister verliert (§ 356 Abs. 4 BGB).

Muster-Widerrufsformular

(Wenn Sie den Vertrag widerrufen wollen, dann füllen Sie bitte dieses Formular aus und senden Sie es zurück.)

An:
Alexander Lutsyuk – Arnika Plau
Dr. Alban Str. 24
19395 Plau am See
E-Mail: info@arnika-web.com

Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Dienstleistung (*):

Bestellt am (*) / erhalten am (*): ______________
Name des/der Verbraucher(s): ______________
Anschrift des/der Verbraucher(s): ______________
Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier): ______________
Datum: ______________

(*) Unzutreffendes streichen.

§ 8 Gewährleistung

(1) Es gilt das gesetzliche Mängelrecht.

(2) Gegenüber Unternehmern beträgt die Verjährungsfrist für Mängelansprüche ein Jahr ab Abnahme der Leistung. Dies gilt nicht bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, Arglist sowie bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.

(3) Der Dienstleister gewährleistet nicht die Dauer der De-Indexierung von Spam-URLs durch Suchmaschinenbetreiber (vgl. § 3 Abs. 5).

§ 9 Haftung

(1) Der Dienstleister haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, die auf einer fahrlässigen oder vorsätzlichen Pflichtverletzung des Dienstleisters oder seiner Erfüllungsgehilfen beruhen. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten – also Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt.

(3) Bei leicht fahrlässiger Verletzung nicht wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung ausgeschlossen.

(4) Die Haftung für den Verlust von Daten ist auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der auch bei regelmäßiger und gefahrentsprechender Anfertigung von Sicherungskopien eingetreten wäre.

(5) Soweit die Haftung ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung von Mitarbeitern, Vertretern und Erfüllungsgehilfen des Dienstleisters.

§ 10 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

(1) Der Dienstleister verarbeitet personenbezogene Daten des Kunden ausschließlich zur Vertragserfüllung und gemäß seiner Datenschutzerklärung.

(2) Soweit der Dienstleister im Rahmen der Leistungserbringung Zugang zu personenbezogenen Daten erhält, die der Kunde als Verantwortlicher verarbeitet (z. B. Nutzerdaten in der Kundendatenbank), wird auf Wunsch des Kunden eine Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO geschlossen.

(3) Zugangsdaten, die der Kunde dem Dienstleister zur Verfügung stellt, werden ausschließlich zur Vertragserfüllung verwendet, vertraulich behandelt und nach Abschluss des Auftrags gelöscht bzw. dem Kunden zur Änderung empfohlen.

§ 11 Geheimhaltung

(1) Beide Vertragsparteien verpflichten sich, alle im Zusammenhang mit der Vertragsdurchführung bekannt gewordenen vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei – insbesondere Zugangsdaten, technische Details der Infrastruktur sowie Erkenntnisse aus forensischen Untersuchungen – vertraulich zu behandeln und Dritten nicht zugänglich zu machen.

(2) Diese Verpflichtung gilt über die Beendigung des Vertragsverhältnisses hinaus fort. Ausgenommen sind Informationen, die öffentlich bekannt sind oder aufgrund gesetzlicher Verpflichtung offengelegt werden müssen.

§ 12 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG). Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur insoweit, als nicht der gewährte Schutz durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, entzogen wird.

(2) Ist der Kunde Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Geschäftssitz des Dienstleisters.

(3) Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform. Dies gilt auch für die Änderung dieser Klausel.

(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, so wird hierdurch die Gültigkeit der übrigen Bestimmungen nicht berührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.

Stand: August 2026