Japanischen Keyword-Hack in der Google Search Console erkennen
Wichtig auf einen Blick:
- Ein japanischer Keyword-Hack zeigt sich in der Google Search Console meist über einen Eintrag unter Sicherheitsprobleme, unbekannte Spam-URLs mit japanischem Text und zufällig benannten Verzeichnissen.
- Eine unbekannte Verifizierung oder ein fremder Nutzerzugang unter Nutzer und Berechtigungen ist ein starkes Warnsignal für eine Kompromittierung.
- Die URL-Prüfung und eine
site:-Suche nach der eigenen Domain helfen, einzelne verdächtige Seiten gezielt zu untersuchen. - Erst nach vollständiger Bereinigung sollte eine Review-Anfrage über die Sicherheitsprobleme-Ansicht gestellt werden.
Wer den Verdacht hat, Opfer eines japanischen Keyword-Hacks geworden zu sein, findet die wichtigsten Hinweise nicht auf der Website selbst, sondern in der Google Search Console. Dieser Artikel zeigt konkret, in welchen Bereichen der Search Console sich diese Angriffsform erkennen lässt und wie man verdächtige Befunde gezielt überprüft.
Wie sich der japanische Keyword-Hack in der Search Console zeigt
Google beschreibt den japanischen Keyword-Hack als ein Angriffsmuster, bei dem auf einer kompromittierten Website neue Seiten mit autogeneriertem japanischem Text erzeugt werden – häufig in zufällig benannten Verzeichnissen oder Dateien. Diese Seiten stehen oft im Zusammenhang mit Affiliate-Spam und gefälschten Markenprodukten (web.dev).
Für Website-Betreiber ist entscheidend: Diese Spam-Seiten sind ihnen in der Regel unbekannt. Sie wurden nicht selbst angelegt, tauchen aber trotzdem in der Google-Suche und in der Search Console auf. Ein zweites, oft übersehenes Warnsignal ist eine unbekannte Verifizierung oder ein fremder Nutzerzugang in der Search Console – Google nennt dies ausdrücklich als möglichen Hinweis auf einen gehackten Account oder eine kompromittierte Website (web.dev; Google Search Help).
Wo man in der Search Console nachsehen muss

Für die Erkennung des japanischen Keyword-Hacks sind vier Bereiche der Search Console relevant:
| Bereich | Was dort zu prüfen ist |
|---|---|
| Sicherheitsprobleme (Security Issues) | Von Google erkannte gehackte Seiten und Beispiel-URLs |
| URL-Prüfung (URL Inspection) | Indexierungsstatus und erfasste Version einzelner verdächtiger URLs |
| Sitemaps | Unerwartete oder manipulierte Sitemap-Einträge |
| Nutzer und Berechtigungen | Unbekannte oder nicht autorisierte Konten |
Sicherheitsprobleme prüfen
Der erste und wichtigste Anlaufpunkt ist der Bereich Sicherheitsprobleme in der Search Console. Dort zeigt Google – sofern eine Kompromittierung erkannt wurde – Beispiel-URLs und Hinweise zur Art des Problems an (Google Search Help; web.dev). Ein Eintrag hier ist der klarste Beleg dafür, dass Google die Website als gehackt eingestuft hat. Fehlt ein solcher Eintrag, schließt das eine Kompromittierung jedoch nicht automatisch aus, da nicht jede Spam-Seite zwangsläufig als Sicherheitsproblem markiert wird.
Unbekannte Spam-URLs identifizieren
Da der japanische Keyword-Hack typischerweise autogenerierte Seiten in zufällig benannten Verzeichnissen erzeugt, lohnt sich ein gezielter Blick auf die Indexierungsberichte der Search Console. Auffällig sind:
- URLs mit japanischem Text im Titel oder in der Meta-Beschreibung, obwohl die Website nicht auf Japanisch betrieben wird
- Verzeichnisse oder Dateinamen mit zufälligen Zeichenfolgen, die niemand bewusst angelegt hat
- Eine deutlich höhere Anzahl indexierter Seiten als tatsächlich vorhanden sein sollten
Als ergänzenden Check außerhalb der Search Console empfiehlt Google eine site:deinedomain.tld-Suche direkt in der Google-Suche. Damit lassen sich auffällige Spam-Seiten sichtbar machen, auch wenn sie in der Search Console noch nicht gesondert gemeldet wurden (web.dev).
Sitemaps und Nutzerberechtigungen kontrollieren
Sitemaps prüfen
Im Bereich Sitemaps der Search Console sollte kontrolliert werden, ob dort unbekannte oder unerwartete Sitemap-Dateien eingetragen sind. Bei kompromittierten Seiten können Spam-URLs über manipulierte oder automatisch erzeugte Sitemaps in den Google-Index gelangen (Google Search Help; web.dev). Taucht eine Sitemap auf, die nicht selbst angelegt wurde, ist das ein deutlicher Hinweis auf eine Kompromittierung.
Nutzer und Berechtigungen prüfen
Unter Einstellungen → Nutzer und Berechtigungen sollten alle verknüpften Konten überprüft werden. Google unterscheidet drei Rollen:
- Owner (Inhaber): kann Nutzer hinzufügen oder entfernen und hat Zugriff auf alle Tools
- Full user (Vollzugriff): hat weitreichende, aber nicht vollständige Verwaltungsrechte
- Restricted user (Eingeschränkter Nutzer): hat nur eingeschränkten Einblick
Ein unbekanntes Konto mit Owner- oder Full-User-Rechten ist ein starkes Warnsignal, das laut Google direkt auf einen kompromittierten Zugang hindeuten kann (web.dev).
Verdächtige URLs mit der URL-Prüfung untersuchen

Sobald einzelne verdächtige URLs identifiziert wurden, lässt sich die URL-Prüfung (URL Inspection) nutzen, um sie genauer zu analysieren. Das Tool ist über die Suchleiste in jeder Ansicht der Search Console direkt erreichbar (Google Search Console Help). Es zeigt unter anderem:
- den aktuellen Indexierungsstatus der URL
- die von Google zuletzt erfasste Version der Seite
Für das Anfordern einer erneuten Indexierung – etwa nachdem eine Spam-Seite entfernt wurde – verlangt Google, dass der Nutzer Owner oder Full User der Property ist (Google Search Central). Wichtig dabei: Die URL-Prüfung dient zur Diagnose und zur erneuten Indexierungsanfrage, sie entfernt keine Inhalte von der Website und behebt keine Ursache der Kompromittierung.
Was nach der Erkennung zu beachten ist
Wurden über Sicherheitsprobleme, Sitemaps, Nutzerberechtigungen oder die URL-Prüfung entsprechende Hinweise gefunden, empfiehlt Google, die Ursache der Infektion zunächst vollständig zu beheben, bevor eine Überprüfung angefordert wird. Eine Review-Anfrage über die Sicherheitsprobleme-Ansicht sollte erst gestellt werden, wenn die Bereinigung abgeschlossen ist – andernfalls kann die Website erneut kompromittiert werden (Google Search Help). Die technische Bereinigung selbst, etwa das Entfernen der Schadsoftware oder das Schließen der Sicherheitslücke, ist ein eigenständiger Prozess, der über die reine Erkennung in der Search Console hinausgeht.
Häufige Fragen zur Erkennung des japanischen Keyword-Hacks in der Search Console
Wie erkennt man einen japanischen Keyword-Hack in der Google Search Console?
Typische Anzeichen sind unbekannte oder neu erzeugte Spam-Seiten mit japanischem Text, häufig in zufällig benannten Verzeichnissen, sowie ein Eintrag im Bereich Sicherheitsprobleme. Zusätzlich ist eine unbekannte Verifizierung oder ein fremder Nutzerzugang in der Search Console ein starkes Warnsignal.
Wo findet man Sicherheitsprobleme in der Search Console?
Google zeigt erkannte Sicherheitsprobleme im Bereich Sicherheitsprobleme (Security Issues) an. Dort finden sich Beispiel-URLs und Hinweise zur Art der Kompromittierung, sofern Google eine solche festgestellt hat.
Wie erkennt man unbekannte Spam-URLs?
Beim japanischen Keyword-Hack handelt es sich typischerweise um autogenerierte japanische Seiten in zufällig benannten Verzeichnissen, die in den Indexierungsberichten der Search Console auffallen können. Ergänzend hilft eine site:-Suche nach der eigenen Domain in der Google-Suche, um auffällige oder unbekannte Seiten zu finden.
Wie prüft man Sitemaps und Nutzerberechtigungen?
In der Search Console sollten die eingetragenen Sitemaps auf unbekannte oder unerwartete Einträge überprüft werden, da Spam-URLs über manipulierte Sitemaps in den Index gelangen können. Unter Nutzer und Berechtigungen sollten alle Konten kontrolliert werden – ein unbekannter Nutzer mit Owner- oder Full-User-Rechten deutet auf eine Kompromittierung hin.
Wie kann man verdächtige URLs mit der URL-Prüfung untersuchen?
Die URL-Prüfung ist über die Suchleiste in jeder Ansicht der Search Console erreichbar und zeigt den Indexierungsstatus sowie die von Google erfasste Version einer URL an. Für eine erneute Indexierungsanfrage nach der Bereinigung ist eine Owner- oder Full-User-Rolle in der Property erforderlich.
Fazit
Die Google Search Console liefert mit den Bereichen Sicherheitsprobleme, Sitemaps, Nutzer und Berechtigungen sowie der URL-Prüfung die zentralen Anhaltspunkte, um einen japanischen Keyword-Hack zu identifizieren. Entscheidend ist, unbekannte Nutzerkonten, unerwartete Sitemap-Einträge und Spam-URLs mit japanischem Text konsequent zu prüfen. Eine Review-Anfrage bei Google sollte erst nach vollständiger Bereinigung der Website erfolgen, um eine erneute Kompromittierung zu vermeiden.
Quellen
- https://web.dev/articles/fix-the-japanese-keyword-hack
- https://support.google.com/websearch/answer/6223687?hl=en&co=GENIE.Platform=Desktop
- https://support.google.com/webmasters/answer/7687615?hl=en
- https://support.google.com/webmasters/answer/9012289?hl=en
- https://developers.google.com/search/docs/crawling-indexing/ask-google-to-recrawl
- https://developers.google.com/search/blog/2017/03/nohacked-year-in-review

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